Aeschinus ist heute Nacht nicht vom Essen zurückgekehrt, auch nicht einer der Sklaven, die ihm entgegen gegangen waren. Was denke ich und welche Dinge beunruhigen mich!
Hoffentlich hat sich jener nicht erkältet oder ist irgendwo hingefallen oder hat sich etwas gebrochen.
Und dieser ist nicht von mir gezeugt worden, sondern von meinem Bruder. Er hat einen so andere Interessen, schon seit der Jugend: Ich bin dem milden Stadtleben und der Muße gefolgt und hatte, was sie für dessen Glück halten, niemals eine Frau.
Jener ist gegen all dies: ein Landleben führen; sich immer sparsam und hart verhalten; er hat geheiratet. Ihm wurden zwei Söhne geboren; von diesen habe ich den älteren adoptiert; ich habe ihn vom Säuglingsalter an aufgezogen; ich halte und liebe ihn wie meinen eigenen.
Nur das ist mir wichtig; Damit sich jener mir gegenüber ebenso verhält, mache ich dies fleißig: ich gebe, ich lasse ihm etwas durchgehen. Schließlich habe ich ihn daran gewöhnt, mir nicht das, was die Jugend mit sich bringt, zu verheimlichen, was andere heimlich vor ihren Eltern machen.
Ich glaube, dass es besser ist, dass Scham und Freigiebigkeit die Kinder zurückhalten, als Furcht.
Darin stimmt mein Bruder weder mit mir überein noch gefällt es ihm. Er kommt oft zu mir und ruft: „Was machst du, Micio? Warum verdirbst du uns den jungen Mann? Warum hurt er? Warum sauft er? Warum stellst du ihm die Kosten für dies zur Verfügung? Du bist allzu töricht.“
Er selbst ist allzu hart, außerhalb des Rechten und Billigen. Er irrt bei weitem, meiner Meinung nach, er, der er denkt, dass Macht stärker und stabiler sei, die mit Gewalt geschieht, als die, die mit Liebe verbunden ist.
Das ist die Aufgabe des Vaters, besser den Sohn daran gewöhnen aus eigenem Antrieb das Richtige zu tun, als aus Furcht vor einem anderen.: Dies ist der Unterschied zwischen einem Vater und einem Herr.
Aber ist das nicht der, über den ich nachdenke? Irgendwie sehe ich ihn betrübt: ich glaube, er wird streiten, wie er es gewohnt ist.
Sei gegrüßt, Demea, lasst uns uns freuen.
Das ist keine Schande, glaub mir, dass ein Jüngling hurt und trinkt nicht, auch nicht, dass er eine Tür aufbricht.
Wenn du ein Mensch wärst, ließest du ihn das besser jetzt machen, solange sich das für das Alter ziemt, als wenn er es zu einer unpassenderen Zeit dennoch macht.
Hör mir zu: du hast mir deinen Sohn zur Adoption gegeben. Er ist meiner geworden.
Wenn er einen Fehler macht, Demea, betrifft es mich. Ich ertrage den größten Teil davon. Er gibt teure Gastmähler, er trinkt: von mir aus. Er hurt: er bekommt von mir Geld, solange es angemessen sein wird.
Von Natur aus bist du sein Vater, nach Beschlüssen ich.
Ach mir – Vater sein, lern das von anderen, die es wirklich wissen!
Machst du dir dann irgendwelche Gedanken?
Das sind auch meine Sorgen.
Wir wollen uns gleichermaßen um beide Teile sorgen: du um den einen, ich ebenso um den anderen.
Weder nichts noch alles ist so, wie er sagt: trotzdem ist mir das nicht nicht unangenehm. Aber ich wollte jenem nicht zeigen, dass ich das schwernehme.
Aeschinus hat in dieser Sache Unrecht uns gegenüber begangen. Liebt dieser nicht diese Dirne? Welche Dirne hatte dieser nicht als Geliebte? Oder wem hat er nicht etwas gegeben?
Schließlich hat er neulich - ich denke, er war allem überdrüssig- gesagt, er wolle heiraten. Ich hoffte schon, dass sich die Jugend ausgetobt habe: ich freute mich.
Seht aber von neuem! - Wasauchimmer es ist, ich will es wissen und den Menschen treffen, wenn er beim Forum ist.