- Sannio
- Ich beschwöre euch, Mitbürger, bringt dem Armen und Unschuldigen Hilfe, unterstützt den Wehrlosen!
- Aeschinus
- Bleib hier stehen! Warum schaust du dich um? Es besteht keine Gefahr: Dieser wird dich niemals anrühren, solange ich da bin.
- Sannio
- Aeschinus, hör: Ich bin ein Zuhälter. Glaub das, ich verfolge mein Recht.
- Aeschinus
-
Geh schnell voraus und öffne die Tür!
Geh jetzt hinein!
- Sannio
- Ich werde das nicht zulassen!
- Aeschinus
- Geh dorthin, Parmeno! Hüte dich davor, dass du deine Augen jetzt von meinen Augen irgendwohin fortbewegst, damit keinen Verzug gibt, wenn ich dir ein Zeichen gebe, dass deine Faust ununterbrochen in seiner Backe stecken soll.
- Sannio
- O du Dreckskerl! Sagt man nicht, dass die Freiheit für alle gleich sei?
- Aeschinus
- Wenn du dich schon ausgetobt hast, Zuhälter, hör mir jetzt zu, wenn du willst.
Du hast jene für 20 Minen gekauft (diese Sache soll dir übel bekommen!): soviel Geld wird dir gegeben werden.
- Sannio
- Was ist, wenn ich sie nicht verkaufen will?
- Aeschinus
- Ich meine auch nicht, dass sie zu verkaufen ist, weil sie frei ist. Ich erkläre sie nämlich in einem Prozess um Freiheitsrechte als frei. Nun schau, ob du das Geld annehmen oder deinen Prozess vorbereiten willst. Wäge dies ab, solange bis ich zurückkehre, Zuhälter.
- Sannio
-
beim höchsten Juppiter! Ich wundere mich am wenigsten über die, die aus Unrecht zu toben beginnen. Er hat mich aus meinem Haus gerissen, er hat mich geschlagen. Gegen meinen Willen hat er Meine weggeführt.
Das kann ich auch ertragen, wenn er nur bezahlt, obwohl es ungerecht ist. Weil du diesen Erwerb angefangen hast, muss ich das Unrecht des Jünglings annehmen. Aber niemand wird zahlen - : Vergeblich habe ich mit mir die Rechnungen gemacht.
- Syrus
-
Schweig, ich werde ihn schon treffen: ich werde es schaffen, dass er das Geld begierig annimmt.
Was, ist das da nicht Sannio, was habe ich von dir gehört, dass du irgendwie mit dem Herrn gestritten hast?
- Sannio
- Ich habe niemals einen ungleicheren Streit gehabt, als der, der heute zwischen uns war: ich um Prügel zu beziehen, jener um zu Schlagen bis wir beide erschöpft sind.
- Syrus
- Handle, du weißt was ich sage: Manchmal ist es der größte Gewinn, Geld im richtigen Augenblick zu vernachlässigen.
- Sannio
-
Ich war nie so gerissen, dass ich, was auch immer ich sofort nehmen könnte, lieber genommen hätte.
Außerdem aber sagt man, dass du nach Zypern aufbrächest.
- Sannio
- Em...
- Syrus
- Dass du vieles aufgekauft hättest, das du von hier dorthin verschiffst, und dass du ein Schiff gechartert hättest.
- Sannio
- Nirgendwo!
Ich bin verloren, bei Herkules: Jene haben das in dieser Hoffnung angefangen.
- Syrus
- Er fürchtet: ich habe dem Menschen Bedenken eingeflößt.
- Sannio
- O Verbrechen! Mehrere Frauen und ebenso anderes wurde hier gekauft, das ich nach Zypern bringe. Wenn ich dorthin nicht zum Markt komme, ist der Verlust am größten, sodass es besser ist zu sie zu verlieren, als hier nun so lange zu bleiben.
- Syrus
- Schau her, wenn es dir genug gefällt: mach lieber halbe-halbe, als dass du in Gefahr kommst. Er wird irgendwoher 10 Minen zusammenkratzen.
- Sannio
-
Weh mir, nun komme ich Armer auch in Zweifel über den Anteil? Beschämt ihn nichts?
Alle Zähne hat er mir zum Wackeln gebracht. Obendrein betrügt er mich?
Ich gehe nirgendwohin.
- Syrus
-
Wie er befiehlt.
Ich sehe Ktesipho: er ist glücklich über seine Freundin. Warte ein Weilchen!
O Ktesipho!
- Ktesipho
- O Syrus, wo ist Aeschinus?
- Aeschinus
- Wo ist jener Halunke?
- Syrus
- Er erwartet dich zu Hause. Warte, Warte: er geht selbst nach draußen.
- Sannio
- Er sucht mich ...
- Aeschinus
- Auch wie günstig: gerade dich suche ich. Wie gehts, Ktesipho? Alles ist OK. Leg aber diene Traurigkeit ab!
- Ktesipho
- Aber ich lege jene bei Herkules ab, weil ich dich als Bruder habe. O mein Aeschinus, o mein Bruder!
- Aeschinus
- Als ob wir uns nun nicht untereinander kennen, Ktesipho. Das schmerzt mich,dass wir uns fast zu spät kennen.
- Ktesipho
- Es beschämt mich.
- Aeschinus
- Das ist Dummheit, kein Scham. Wegen so einer kleinen Sache fast die Heimat verlassen! Schrecklich zu sagen! Ich bitte die Götter, dass sie das verhindern.
- Ktesipho
- Ich habe einen Fehler gemacht.
- Aeschinus
- Was sagt uns Sannio endlich?
- Syrus
- Er ist schon mild.
- Aeschinus
- Ich werde zum Forum gehen, um ihn auszuzahlen; du gehst zu ihr hinein, Ktesipho!
- Sannio
- Syrus, ich bestehe.
- Syrus
- Es wird bezahlt. Hab keine Angst!
- Sannio
- Aber dass er alles zahlt.
- Syrus
- Er wird alles zahlen. Schweig nur und folge von hier aus!
- Sannio
- Ich folge.
- Ktesipho
- He, he Syrus!
- Syrus
- Em, was ist?
- Ktesipho
- Ich beschwöre dich bei Herkules, zahl diesen Dreckskerl möglichst früh aus, damit das nicht zu meinem Vater durchsickert und ich für immer verloren sein werde.
- Syrus
- Das wird nicht geschehen. Sei guten Mutes!
- Ktesipho
- Wenn das gut gelingt, wollen wir uns diesen Tag heiter machen.