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Publius Terentius Afer

Adelphoe Comic, 3

Sostrata
Ich beschwöre dich, meine Amme, was wird nun geschehen?
Kanthara
Da fragst was geschehen wird? Ich hoffe, das Rechte, beim Pollux. Es haben erst die Wehen begonnen, meine Liebe.
Sostrata
Ich Arme, ich habe niemanden, weder einen, den ich zur Hebamme schicken könnte, noch einen, der Aeschinus herbeiholt.
Kanthara
Beim Pollux, dieser wird schon hier sein. Er hat nämlich niemals einen Tag ausgelassen,dass er immer kommt.
Sostrata
Nur er allein ist das Heilmittel für mein Elend.
Kanthara
Es hätte nicht besser geschehen können, wie es geschehen ist, Herrin. Wenn ein Fehler begangen worden ist, betrifft er jenen am ehesten, einen solchen, von solcher Abkunft und Charakter, geboren aus einer so großen Familie.
Sostrata
Es ist so, beim Pollux, wie du sagst. Ich bitte die Götter, dass er uns gesund bleibt.
Geta
Wehe mir Armem! So viele Dinge türmen sich plötzlich rings auf, aus denen man nicht auftauchen kann. Herrschafts Zeiten! Verbrechen! O dieser Frevelhafte Mensch!
Sostrata
Ich Arme, was ist denn, dass ich Geta so ängstlich und eilend sehe?
Geta
Diesen hielt weder Treue, noch ein Eid, noch Mitleid zurück, noch, dass die Geburt bald bevorstand.
Sostrata
Ich verstehe nicht, was er sagt.
Kanthara
Lasst uns uns näher an ihn herangehen!
Geta

Ich Armer, ich brenne vor Jähzorn! Es gibt nichts, das ich lieber wollte, als dass mir die ganze Familie übergeben wird: Dem Alten werde ich das Leben auslöschen, Syrus, den Anstifter, - wah – den werde ich mit dem Kopf auf die Erde stellen, dass das Gehirn die Straße bespritzt.

Dem Jüngling selbst werde ich die Augen ausreißen! Die übrigen werde ich stürzen, teiben, fortreißen, schlagen und hinstrecken.

Sostrata
Geta, ich erwarte dich!
Geta
Herrin ...
Sostrata

Was ist?

Ich beschwöre dich, auszusagen, was ist!

Geta
Aeschinus ... er hat sich von unserer Familie entfremdet.
Sostrata
O! Ich bin verloren! Weshalb?
Geta
Er hat begonnen, eine andere zu lieben.
Sostrata
Wehe mir Armem!
Geta
Und nicht, dass er das verheimlicht hat, er hat sie öffentlich von einem Zuhälter geraubt.

Ich habe das mit eigenen Augen gesehen, Sostrata.

Sostrata

Ach ich Arme! Was sollst du schon glauben oder wem sollst du glauben?

O unser Aeschinus, unser aller Leben, auf ihn waren unsere Hoffnungen und Besitz gestützt? Wer hat geschworen, dass er ohne sie keinen Tag leben werde?

Die Sache könnte an keinem schlechteren Ort sein, als an diesem, wo sie ist. Zuerst hat sie keine Mitgift, dann verlor sie außerdem das, was ihre zweite Mitgift war: sie kann nicht mehr als Jungfrau verheiratet werden. Das ist übrig geblieben: Als Zeuge ist mit mir der Ring, den er geschickt hat.

Du, Geta, geh soweit du kannst und erzähle Hegio, ihrem Verwandten, die ganze Sache der Reihe nach.

Geta
Den bei Herkules, niemand anders kümmert sich um uns.
Sostrata
Beeile dich, Kanthara, renn, hol die Hebamme!
Demea
Ich bin erledigt. Ich habe gehört, dass mein Sohn Ktesipho beim Raub zusammen mit Aeschinus dabei war. Wo soll ich jenen suchen? Aber seht, iche sehe Syrus gehen.: Von dem werden ich wissen, wo er ist.
Syrus
Ich habe die ganze Sache gerade dem Alten der Reihe nach erzählt: ich habe niemals etwas glücklicheres gesehen.
Demea
Bei Juppiter, die Dummheit der Menschen!
Syrus
Ach Demea, ich habe dich nicht gesehen. Wie gehts?
Demea
[Du fragst,] wie es mir gehe? Ich kann mich nicht genug über eure Lebensweise wundern.
Syrus

Sie ist bei Herkules unpassend, um es ohne Rückhalt zu sagen, verrückt.

Reinige die übrigen Fische, Dromo!

Demea
O diese Schandtaten.
Syrus
Mir gefallen sie auch nicht.
Demea
Was? Ist die Harfenspielerin bei euch?
Syrus
Jene ist da drinnen.
Demea
Was passiert!
Syrus
Die närrische Nachsicht des Vaters und der verkehrte Leichtsinn.
Demea
Ich schäme mich meines Bruders, er verdrießt mich.
Syrus
Wie einer will,wie sein Sohn sei, so ist er.
Demea
Was er? Hast du ihn heute gesehen?
Syrus
Deinen Sohn?
Ich werde ihn aufs Land schicken!
Ich meine, dass jener schon längst etwas auf dem Lande tut.
Demea
Das ist das beste. Ich habe befürchtet, dass er hier herumhängt.
Syrus
Beim Forum sei er auf seinen Bruder wegen der Harfenspielerin im Streit zugegangen: „Aeschinus, dass du solche Schandtaten machst!“
Demea
Ich weine vor Freude.
Syrus
„du verlierst nicht dieses Geld, sondern dein Leben!“
Demea
Er ist seinen Vorfahren ähnlich.
Syrus
Hui;
Demea
Syrus, jener ist voll von diesen Lehren.
Syrus
Pfui!
Demea
Ich lasse nichts durchgehen, ich gewöhne ihn. Ich lasse ihn in die Leben aller, wie in einen Spiegel, hineinsehen und sich ein Beispiel an ihnen nehmen: „Das sollst du tun!“
Syrus
Ganz richtig.
Demea
„Davon sollst du Abstand nehmen!“
Syrus
Schlau.
Demea
„Das gereicht zum Lob.“
Syrus
Das ist die Sache.
Demea
Das wird dir zum Vorwurf gemacht.
Syrus
Ganz toll!
Demea

Ich aber gehe von hier weg, weil derjenige, weswegen ich hierher gekommen war, aufs Land gegangen ist. Um den allein kümmere ich, jener gehört zu mir: wenn mein Bruder das so will, soll er selbst nach diesem schaun.

Aber wer ist da, den ich in der Ferne sehe? Ist es nicht Hegio, unser Freund schon seit der Kindheit? Ein Mensch von alter Tugend und Treue! Wie ich mich freue!

Hegio
Bei den unsterblichen Göttern, diese unwürdige Tat, Geta! Was erzählst du! In jener Familie ist eine unedle Tat entstanden!
Demea

Offenbar hat er von dieser Harfenspielerin gehört. Ich werde zu ihm gehen.

Ich lasse Hegio am meisten grüßen.

Hegio
Oh, dich selbst suche ich: sei gegrüßt Demea.
Demea
Was aber?
Hegio
Dein älterer Sohn Aeschinus, den du deinem Bruder zur Adoption gegeben hast, hat eine Jungfrau geschändet.
Demea
Em!
Hegio
Bleib! Du hast noch nicht gehört, was am schlimmsten ist.
Demea
Was gibt es denn noch?
Hegio

In der Tat weiteres: denn dies ist irgendwie noch zu ertragen. Die Nacht, Liebe, Wein und die Jungend haben ihn überzeugt, das ist menschlich. Sobald er wusste, dass es geschehen ist, ist er selbst zur Mutter des Mädchens gekommen, weinend, bittend, beschwörend, die Treue haltend. Entscheidend, dass er jene heiraten werden.

Es ist ihm verziehen worden, verschwiegen worden, geglaubt worden. Die Frau ist schwanger geworden (es ist der 10 Monat). Jener gute Mann hat sich eine Harfenspielerin beschafft, wenn es den Göttern gefällt, mit der er Leben will, jene hat er verlassen.

Demea
Es beschämt mich: Ich weiß weder, was ich tun, noch was ich antworten soll.
Hegio
Ich bitte die Götter, dass dies zuerst geschieht, wie es sich für dich ziemt. Wenn du aber von anderer Gesinnung bist, werde ich diese mit meiner ganzen Kraft verteidigen. Aber Demea, denke daran mit Herz: wie sehr ihr es leicht habt, wie sehr ihr mächtig, reich, glücklich und angesehen seid, so sehr gehört es sich für euch die Rechte mit Gelassenheit anzuerkennen, wenn ihr als anständig gelten wollt.
Demea
Geh zurück: Alles, das getanzuwerden recht ist, wird gemacht werden.
Hegio
Es ziemt sich, dass du das machst.
Demea
Jene allzu große Freizügigkeit endet in der Tat in irgendeinem großen Übel. Ich werde gehen und meinen Bruder suchen.

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